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Ab nach Nordwesten!

Nadelbaumwälder, Strände und die hiesigen Berge, die Kaskaden, malen eine typische, idyllische Szene in dem amerikanischen Pazifischen Nordwesten. Vor dieser natürlichen Schönheit, hat sich eine Umweltschutzkultur entwickelt. Viele Städte hier organisierten Umweltschutzprogramme und mit dem Bürgermeister Seattles als Beispiel billigten diese Städte auch sogar das Kyoto-Protokoll, obwohl die amerikanische Bundesregierung das Protokoll nicht unterschrieb. In diesem Bewusstsein, ist dieses Gebiet ein Mekka für amerikanische Liberale und Freidenker geworden. Hieraus entstand die Musikbewegung "Indie-Rock". Mit Bands wie Nirvana und Soundgarden wurde diese Musik in der 80er und 90er sehr populär.

Eine Exkursion bietet einen näheren Blick von dieser Region. Dieser Tour fängt an der kanadischen Grenze an und folgt der Autobahn 5 in der südlich Richtung. Der erste Stopp des Tour ist in Anacortes; von hier fährt die Fähre zu den San Juan Inseln ab. Für Ausflüge, um Orcas und Weißkopfseealder zu besichtigten, sind diese Inseln berühmt.

Weiter südlich heißt Seattle ihre Besucher Willkommen. Die Stadt ist an allen Seiten von Wasser umzingelt, mit dem Puget Sound im Westen und dem Lake Washington im Osten. Das berühmteste Gebäude Seattles ist der Space Needle, oder auf Deutsch die Weltraumnadel. Die Nadel wurde zur Weltausstellung 1962 gebaut; das Ausstellungsgelände wurde in das "Seattle Center", einem Vergnügungszentrum mit Einschienenbahnstation, umgebaut. Mit der Einschienenbahnlinie kann man zu dem Westlake Center Einkaufszentrum in der Stadtmitte fahren.

Während des Goldrausches gaben die Goldgräber, die unterwegs nach Alaska waren, der Wirtschaft in Seattle Aufschwung dadurch, dass sie hier ihre Proviant kaufte und von hier aus per Schiff weiter fuhren. Natürlich entwickelten sich hier schnell viele Geschäfte in Einzelhandel und Schiffbau, die noch heutzutage bekannt sind. Beispiele für dies sind: die Kaufhauskette Nordstorm, den Aktivbekleidungshersteller Eddie Bauer und das Paketdienstunternehmen UPS. Während des zweiten Weltkriegs brauchte die amerikanische Regierung Schiffe, um Soldaten zu den Schlachtfelder zu bringen. In dieser Zeit machte sich der ehemalige Schiffsbauunternehmen und jetzige  Flugzeughersteller Boeing einen guten Namen und wurde später der größten Arbeitgeber in Seattle. Leider entschied sich das Unternehmen seinen Hauptsitz nach Chicago zu verlegen. Glücklicherweise blieb die Produktion weiterhin in Seattle zuhause. In den 80er und 90er erlebte die Computerindustrie einen Boom. Während dieses Wirtschaftsaufschwungs vermarktete eine hiesige Firma, Microsoft, ihr Betriebssystem mit Erfolg. Weitere Namen in diesem Markt, die sich auch in Seattle begründeten, sind: die Internetbuchhandlung Amazon.com und die Musiksoftwarefirma Real Networks.

 
Nach Süden weiterhin, blickt man hoch auf einen inaktiven Vulkan, den Mount Rainier, der zuletzt vor 150 Jahre ausbrach. Mit 4392 Meter ist er der höchste Berg der Region. In der Kaskaden bleibend, ist der nächste Glied in der Bergkette Mount Saint Helens und ist ein aktiver Vulkan, der zuletzt in 2005 ausbrach. Darüber hinaus ist dieser Berg berühmt für seine Eruption am 18. Mai 1980. Damals starben 57 Menschen und 250 Häuser wurden zerstört. Ein Kubikkilometer Asche explodierte in die Luft. Dadurch wurde 400 Meter des Berges weg gesprengt. Dieses Ereignis ist der tödlichste und wirtschaftlich zerstörerischste Vulkanausbruch in der Geschichte der USA.

Wieder auf der Autobahn, über den Columbia River fährt man in Oregon hinein und gleichzeitig in Portland angekommen. Hier gibt es das perfekte Klima für Rosenzüchtung - mäßige Temperaturen,  genug Regen und Sonne. Darum betreibt die American Rose Society einen Versuchsgarten für Rosen hier. Der International Rose Test Garden haust 550 Arten und breitet sich auf 18 Quadratkilometer aus. An besonderen klaren Tagen kann man von dem Garten hinaus die Kaskaden sehen. Der Garten pflegt auf Stufen, die auf den Willamette River und die Stadtmitte schauen. In der Downtown vor dem Portland Building steht die „Portlandia" - eine Kupferplastik. Für das Design dieser Statue ließ sich der Künstler von dem Stadtwappen inspirieren. Darauf wird eine Fluss, Berge und eine Frau in altgriechische Gewand mit einem Dreizack dargestellt, die ein Schiff in ihren Hafen hinein begrüßt. Die moderne Plastik heißt Besuchern in Portland Willkommen. Mit ihren 11 Metern ist „Portlandia" die zweitgrößte Statue in den USA. Hier gibt es die  Sportartikelhersteller, Nike und Columbia Sportswear, als zwei von den bekanntesten Firmen in Portland.

Vier Stunden südlich blickt man auf ein blaues Wunder - der Crater Lake ist ein Süßwassersee, der aus dem eingestürzten Vulkan Mount Mazama geformt wurde. Flächenmäßig bedeckt der Kratersee ein Gebiet von 8 mal 9,6 Kilometer. Der See liegt 1883 Meter über den Meeresspiegel. Unter der Oberfläche hat der Kratersee einer Durchschnittstiefe von 350 Meter; mit 589 Meter als tiefste Punkt ist der Kratersee der tiefste See der USA. Der Nationalpark bietet Besuchern mehr als 150 Kilometer von Wanderwegen; einer davon, der "Cleetwood Trail", führt direkt zu dem Seeufer und der Bootsanlegestelle. Von da aus bietet Xanterra Parks & Recreation Bootstouren an, auf der Rundfahrt kann man auch den Wizard Island, einen vulkanischen Insel in der Mitte des Sees, besichtigen.

Alles in allem, ist diese Region eine wahres Juwel an natürlicher Schönheit, von den Orcas nah an den San Juan Inseln bis zu dem wunderlichen Blau des Crater Lake. Um das, was der Pazifischen Nordwesten der USA zu bieten hat, wirklich zu erleben, müssen Sie sich nur noch an einen Satz erinnern: "Go Northwest"!




 

 

 

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